Betreuungspraxis: mehr Fluch als Segen

Das deutsche Betreuungssystem bedarf einer dringenden und grundlegenden Reform.  Zu diesem Ergebnis kommt die Pflegeethik Initiative Deutschland e.V. in der nun vorliegenden Broschüre: Erfahrung mit rechtlicher Betreuung im Pflegebereich.   Die besonders wichtig erscheinenden Punkte wurden dabei herausgestellt. Bis entsprechende Reformen greifen, ist jeder Bürger gut beraten, eigene Vorkehrungen zu treffen.  Auch dazu finden Sie in der Broschüre praktische Tipps und Hinweise.

Die Angst, die  viele Bundesbürger*innen davor haben, an einen Betreuer, eine Betreuerin zu geraten, die nach Gutdünken über ihr restliches Leben bestimmt, ist berechtigt.  Aber auch Vorsorgevollmachten schützen nur bedingt, wie an Beispielen gezeigt wird.

Unsere Bilanz zur Qualität des Betreuungswesens in Deutschland fällt negativ aus.  Sie bezieht sich auf den Pflegebereich und hier überwiegend auf ältere Menschen, denen eine Demenz zugesprochen wurde, die einen Schlaganfall erlitten oder anderweitigen Pflege- und Betreuungsbedarf haben.  Die Erfahrungen umfassen wenigstens 1800 Hilfegesuche von betroffenen Angehörigen im Zeitraum zwischen  2006 und 2019.  In gut 30 Fällen hat der Verein und hier insbesondere die Vorsitzende, konkrete Unterstützung geleistet.  Sie hat an Gerichte und Betreuer geschrieben, mit einzelnen Akteuren telefoniert, Rechtsbeschwerden und Strafanzeigen gegen Betreuer und Einrichtungen initiiert oder erstattet, Anwälte vermittelt, die ungeheuerlichen Geschichten  ins Fernsehen gebracht oder ins Internet gestellt. Von wenigen kleinen Erfolgen abgesehen, endeten ihre Bemühungen mit der Feststellung, dass unser  Betreuungssystem ein in sich geschlossener Machtapparat ist.  Wen dieser Apparat im Griff hat, erhält eine Vorstellung davon, wie in totalitären Staaten mit Menschen verfahren wird, die in staatliche Verwahrung genommen werden.  Da es sich bei den meisten Pflegebedürftigen um Menschen am Lebensende handelt, kommen Betreuungsentscheidungen häufig einer lebenslangen Sicherungsverfahrung in einem Pflegeheim gleich.  Die Art und Weise wie in den uns vorliegenden Fällen verfahren wurde, steht nicht nur im Widerspruch zum Rechtempfinden  eines jeden Bundesbürgers, sondern auch zum Anspruch und Zweck des Betreuungsrechtes.

Mit der nun vorliegenden Broschüre wollen wir zum einen die  Politik auffordern, Rahmenbedingung zu schaffen, damit sich Bürger*innen  durch rechtliche Vertreter*innen nicht in ihrer Existenz bedroht fühlen müssen. Zum anderen geben wir in den jeweiligen Kapiteln Hinweise, wie Sie sich als Bürger*in  selbst schützen können und worauf Sie achten sollten.


Broschüre:  Erfahrung mit rechtlicher Betreuung im Pflegebereich. Hineinschauen

Bestellung der Broschüre als PDF, gegen eine Gebühr von 10 Euro.

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Handeln statt Wegsehen!
Für eine Pflege und Betreuung wie wir sie uns alle wünschen!   www.pflegeethik.zusammenhandeln.org

1 Kommentar

  1. Mir hat zuständige Richter gedroht alles weg zu nehmen alle rechte zu entziehen. Gegen Wille meines Mannes hat Betreuer gewechselt.

    Januar 2018 in Beisein von jetzige Betreuerin und unabhängige Zeuge mein mann hat laut und deutlich sich geäußert das er möchte nicht betreut werden von der Betreuerin, hat auch unterscheiden das er mit sofortigen Wirkung entbindet sie vom allem Pflichten.

    Aber vom Richtern wäre das missachtet.!!

    Im Mai 2018 ist das verfahren zur LG Kiel gegangen seit dem ist das nicht bearbeitet worden. Auch in LG Kiel, werd der Wunsch meines Mannes missachtet !!

    Mein Mann werd gezwungen in PH leben zu müssen wo er gar nicht will.

    Man Mann werd gezwungen ein Betreuer zu haben welche er gar nicht will.

    Ich arbeite im PH aber die sagen das ich nicht geeignet bin um sich zu kümmern um mein Ehemann

    Ich Pflege zuhause meine pflegebedürftige Mutter.
    Ich hab sie vor 2 Jahre zur mir geholt.

    Aber bei mein Mann geht ums Geld, da die Betreuerin verwaltet und das Einfamilienhaus , ich hab absolut kein Zugang zur Akten, kein Ansicht.

    Familienangehörigen werden einfach zu Seite gestellt, das die Betreuer sich bereichern können Auf kosten der hilflose kranke Menschen.

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