Die heute 37-jährige Erika L. ist seit 2003 auf Pflege angewiesen. Ihre Pflege wurde 22 Jahre lang, bis zum 14. November 2025, von der Familie gewährleistet. Über diesen langen Zeitraum traten weder akute Gesundheitsstörungen auf, noch hatte sich ihr Zustand verschlechtert. Im Gegenteil, wie die Familie berichtet und auch belegen kann, habe Erika orientiert und interessiert am Leben teilgenommen. Sie benötigte keine Medikamente, hatte keine Schmerzen, keine Druckstellen oder Hautschäden : trotz Lähmung, Spastik, Inkontinenz. Erika war ausreichend ernährt, passend gekleidet und schön frisiert. Letzteres sei ihr besonders wichtig gewesen.
Im November 2025 kam es zu einer bedrohlichen Gesundheitsstörung, infolge eines schnell wachsenden Tumors im Bauchraum. Als ihre Mutter und Schwestern sie zum Arzt brachten, bestand bereits Lebensgefahr. Nach der Entfernung des Tumors, der gutartig war, bedurfte es weiterer Krankenhausaufenthalte sowie eines längeren stationären Aufenthaltes in einer Reha-Klinik. Aufgrund der unklaren Lage; oder weil die Angehörigen in ihrer großen Sorge vermutlich den Eindruck erweckten überfordert zu sein, wurde seitens des Krankenhauses das Betreuungsgericht eingeschaltet. Mit Beschluss vom 05.12.2025 wurde die bestehende Vorsorge-Vollmacht für einen befristeten Zeitraum suspendiert und ein Betreuer eingesetzt. Dieser stellt sich gegen die Angehörigen und den ausdrücklichen Willen der Betreuten, indem er ihre Heimunterbringung verfügte. Seit dem 23. März 2026 befindet sich Erika in einem Pflegeheim, 180 km entfernt vom Wohnort der Familie entfernt. Nicht einmal telefonischer Kontakt ist der Familie möglich. Sie wissen nicht wie es Erika geht und befinden sich in einer verzweifelten Lage.
Seit sich die Familie am 19.03.2026 hilfesuchend an die Pflegeethik-Initiative gewandt hat, versuche ich mit diverseren Eingaben sowie durch Vermittlung eines erfahrenen und engagierten Anwaltes, die Situation im Sinne von Erika und ihrer Familie zu klären. Denn hier werden nicht nur die Rechte und Würde eines pflegebedürftigen Menschen mit Füßen getreten, sondern auch die der gesamten Familie.
Am Sonntag den 29.03. 2026 habe ich die Familie besucht und anschließend diesen Bericht verfasst. Besuch-FamilieL-MGH
Über den weiteren Verlauf werde ich an dieser Stel
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