Klima-Pflege tut Not

Mutter Erde ist schwer erkrankt. Sie leidet an den zahllosen Verletzungen die Menschen ihr zugefügt haben.  Sie wird sterben, wenn die Menschen nicht bald erkennen, dass sie ihre Umwelt pfleglich behandeln müssen.

Während Staatsoberhäupter den Ernst der Lage verkennen und allenfalls zu kleinen Zugeständnissen bereit sind, ergreifen Schulkinder die Initiative zur Rettung der Erde.  So etwas  hat die Welt noch nicht gesehen. Das macht Hoffnung – auch mit Blick auf das Pflegeklima.  Denn unser   Pflegenotstand beruht letztlich ebenfalls auf zahllosen Verletzungen, die sich Menschen im Klima des Miteinanders zugefügt haben.  Nicht einzelne haben den Notstand herbeigeführt, sondern eine Gesellschaft, die es einflussreichen Mitgliedern erlaubt, eigene Interessen über die des Gemeinwohls zu stellen. Die Umweltsünden beruhen auf dem gleichen Fehler.

Täglich führen uns die Medien vor Augen, wie sich diese  Welt immer schneller auf einen  Abgrund zu bewegt.  Das Klima wird hitziger.  Die Weltmächte rüsten auf.  Nationalistische Kräfte beziehen Stellung.  Demokratien  wandeln sich in Diktaturen.   Völker sind auf der Flucht.  Grenzen werden hochgezogen, Fremdenfeindlichkeit und Rassismus geschürt.  Das Wasser wird knapp. Die Erde trocknet aus.  Müll verseucht die Meere.  Waldgebiete werden gebrandschatzt.  Wohnraum wird unbezahlbar.   Das Armutsrisiko wächst, die sozialen Spannungen ebenfalls.  Die Alten und Kranken werden mehr, die Jungen und Gesunden weniger.   Um nur einige der Problemfelder zu nennen, die uns Sorgen bereiten.  Im Urlaub habe ich bewusst 14 Tage keine Nachrichten gesehen oder gehört. Es war sehr erholsam.  Zu Hause sitze ich nun wieder  jeden Abend vor den Tagesthemen oder dem Heute-Journal, obwohl ich weiß, dass die Bilder meine Stimmung  niederdrücken.  Aber schließlich will man ja auch wissen, was um einen herum passiert.  Was jedoch macht dieses Wissen, machen die Bilder mit uns Zuschauern?  Wie können wir gemütlich auf dem Sofa sitzen und bloß zusehen?  Müssten wir nicht auch auf die Straße laufen und  Position beziehen?

Klimawandel beginnt im Kopf    

Aktuell führt uns  eine 16 jährige vor, dass  auch ein  einzelner, unscheinbarer  Mensch  die Welt verändern kann.  Während andere Jugendliche im Alter der  Greta Thunberg  (siehe Titelfoto) eher auf die eigene Äußerlichkeit oder Schulnoten achten,  sorgt sich dieses  Mädel um den Lebensraum Erde.  Sie hat den Ernst der Lage erkannt und lässt es nicht dabei  bewenden über den Klimanotstand in der Schule zu diskutieren oder einen Aufsatz darüber zu schreiben.  Von einer Schülerin, einem Schüler erwartet niemand  etwas anderes.  Und gerade darum  konnte sie diese  Aufmerksamkeit  erregen und dem Rest der Welt vor Augen führen:

He Leute, wenn wir weiter machen wie bisher, wird auf dieser Erde bald keiner mehr leben können.

Diese  Welt ist noch nicht verloren, solange es Menschen wie Greta und Bewegungen wie Fridays for Future gibt! Wir können nur hoffen, dass dieses  Licht lange genug und hell genug  strahlt um genügend Köpfe zu erreichen.   Und jeder von uns, sollte das ihm Mögliche dazu beitragen.

Unser Thema ist die Pflege.  Der Pflegenotstand, der ebenfalls seit Jahrzehnten rauf und runter diskutiert  wird.  Das Problem ist bekannt, es zieht immer weitere Kreise.  Jede dritte Familie in Deutschland ist bereits betroffen.  Angesichts der steigenden Zahlen alter Menschen denen in Deutschland  Pflegebedürftigkeit droht, wirken Politiker genauso ratlos wie jeder Bürger.  Keiner mag sich vorstellen, wie das überhaupt  gehen soll.  Wer pflegt uns, wenn wir in 10, 20 oder 30 Jahren zu denen gehören, die auf Hilfe angewiesen sind?  Heute fehlen in Deutschland  40.000 Pflegekräfte,  2030 werden  200.000  fehlen.

Wie beim Klima sind auch in der Pflege  neben  eigenverantwortlichem Handeln,  gemeinschaftliches Aufbegehren gefragt.  Ein  weiter in die falsche Richtung, muss gestoppt werden!

Die Weichen   müssen neu gestellt werden und zwar orientiert an den Bedürfnissen und Rechten der Betroffenen.  Pflege muss als  Akt der Menschlichkeit verstanden und organisiert werden.    Mein Aufruf:

He Leute, wenn wir es weiterlaufen lassen wie bisher, werden die Alten demnächst umgebracht werden müssen, damit die Jungen leben können.      

Erfahren Sie hier wo wir ansetzen würden:   Systemwechsel in der Pflege

Engagieren Sie sich mit uns für einen Richtungswechsel in der Pflege

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